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Vita

In Landshut / Bayern 1964 geboren, wuchs ich in einer komplizierten Familienkonstellation auf. Als Kind erlebte ich zwei für mich extreme Brüche: die Trennung / Scheidung meiner Eltern (über die nicht gesprochen wurde mit uns Kindern), das Weggehen meiner Mutter als ich fünf Jahre alt war, mehrmals ein Wechsel der Bezugspersonen (Familie / Verwandtschaft) und mit zehn Jahren der Tod meines Vaters. Dieser bewirkte, dass ich, trostlos, einsam und katholisch erzogen, von Gott und den Erwachsenen so enttäuscht, dass ich - Goethes Prometheus eingedenk - ein extrem schwieriger, rebellischer Teenager wurde (u. a. bei „Rock gegen Rechts“ und in der Anti-Atomkraftbewegung – in Bayern ein Problem!). Meinen ersten Bildungsweg setzte ich aus politischem Trotz und „Ihr könnt mich mal“-Gefühl heraus in den Sand. Die 68er-Jahre gelangten erst fünf Jahre später nach Landshut. Diese genoss ich sehr, trotz aller Gefahren. Ab meinem 14. Lebensjahr lernte ich verschiedenste Weltanschauungen und Lebensweisen kennen.


Nach vier Jahren Gymnasium kam es zum schulischen Abstieg, der „Qualifizierende Hauptschulabschluss“ war das einstweilige Endergebnis und nach einer abgebrochenen Ausbildung als Mechanikerin im Maschinenbau folgten viele unqualifizierte Jobs.


Mit 25 Jahren begann ich eine Umschulung zur Buchhändlerin, die ich erfolgreich abschloss. Danach wurde ich als Abteilungsleiterin im Ausbildungsbetrieb weiterbeschäftigt und blieb dort bis 1998.


In diesem Jahr begriff ich nach einem Urlaub in Dresden und Berlin, jeweils mit sehr alternativen Stadtführungen durch die Subkultur, dass Bayern mir zu eng war. So bewarb ich mich nach Dresden und Berlin. Berlin bekam den Zuschlag.


Ganz ehrlich - so schön der Buchhändlerberuf in kleinen Läden ist - in Kaufhausabteilungen und großen Buchhandlungen geht die Buchhändlerromantik verloren. Derart erging es mir in einer großen Berliner Kaufhausbuchabteilung.


So hatte ich die Idee, mich mit einem Teeladen / Tee-Salon mit Buchantiquariat selbständig zu machen. Die Banken lehnten eine Finanzierung letztlich ab, jedoch konnte ich zwischendurch eine große Reise machen. Diese führte mich zur Pine-Ridge-Reservation in South Dakota / USA zu den dort verbliebenen American Natives vom Stamm der Lakota. Inspiriert dazu hatte mich die Dakota-Saga der Professorin Liselotte Welskopf-Henrich. Die Saga überspannt etwa einen Zeitraum von 1850 bis 1970. Ich wollte wissen, wie es weitergegangen ist für das Volk der Lakota.


Damals nahm ich, nach einer zerbrochenen Beziehung und wegen der unklaren beruflichen Situation, viele Stunden psychoanalytische Therapie in Anspruch. Der Weg und das Ergebnis haben mich nachhaltig beeindruckt. Ich war immer noch ich, war aber gestärkt, widerstandsfähiger. Es gelang mir, mehr Klarheit über Vergangenes und Zukünftiges zu gewinnen, schwierige Lebensereignisse ganz anders einzuordnen. Zudem war ich mir bewusster über meine eigenen Bedürfnisse und Grenzen geworden, was mir im weiteren Verlauf meines Lebens bis heute hilft.


In dieser Phase der Arbeitslosigkeit wurde ich von Freundinnen gefragt, warum ich nicht studiere. Ich war 39 Jahre alt und hatte mich erkundigt über die Bedingungen, Abitur via Abendschule nachzuholen. Das hätte vier Jahre gedauert! Sie erklärten mir, wie ich ohne Abitur und mittlere Reife an bestimmten Universitäten auch über eine bestandene Aufnahmeprüfung (drei Fächer / Leistungskursniveau) studieren kann und das tat ich dann auch.


Ein Studium der Psychologie absolvierte ich mit Diplom.


Danach war ich im Frauenkrisentelefon e.V. mehrere Jahre in der Krisen- und in der Onlineberatung tätig. Es folgten einige Jahre in der Stiftung Bildung und Handwerk Nordost in unterschiedlichen Betätigungsfeldern (Projekte mit Migranten und Langzeitarbeitslosen). Währenddessen absolvierte ich die Ausbildung zur Systemischen Therapeutin / Beraterin (SG) an der BIF.


Seit 2006 lebe ich in einer glücklichen Beziehung und pflege seit 2015 meine Mutter, die nach mehreren Schlaganfällen unter Demenz leidet.

Ein kurzer Einblick in mein Verständnis von Systemischer Therapie / Beratung (SG) als Heilpraktikerin für Psychotherapie

Jeder Mensch für sich ist ein „Universum“ an Erlebtem, an Erfahrung, an Eindrücken etc. und an Anzahl und Schwere von Problemen, die ihm begegnen. Systemische Therapie ist wunderbar: in ein individuelles Universum eingelassen zu werden, Einblick darin gewährt zu bekommen, durch diese „Galaxien“ geführt zu werden und ein Stück des Weges miteinander darin zu wandeln und die Erlaubnis zu haben, als Beraterin zu dienen, ist ein großes Geschenk für mich. Ebenso unterschiedlich wie die Problemlagen und Sichtweisen ist auch die Art und Weise, wie diese Probleme interpretiert, mit ihnen umgangen, sie kreativ gewandelt, ignoriert, stehen gelassen bzw. gelöst werden. Wie heißt es: „viele Wege führen nach Rom“.


So arbeite ich in der Systemischen Therapie gerne mit einem lösungs- und ressourcenzentrierten, nicht so sehr problemfokussierten Ansatz. Dennoch muss ein Problem und dessen Basis erst einmal identifiziert und eingeordnet werden. Und die schlussendliche Problemlösung muss für Ratsuchende individuell passend sein.

Als Ihre Heilpraktikerin für Psychotherapie bin ich mit Ihnen auf einer Ebene. Wir beraten gemeinsam über Ihre Anliegen. Alles hat in der Systemische Therapie Platz, was Sie beschäftigt und was Sie in die Therapie einbringen möchten. Tabus können aufgedeckt und gemeinsam mit Ihnen enttabuisiert werden (Stichwort „Familiengeheimnisse“!). „Leichen im Keller“ sind wohl bei nahezu allen Familien zu finden und werden vor der Umgebung der Familie bis hin zu einigen der Familienmitglieder verheimlicht. Sie auszugraben hilft, zu verstehen, sich durch das Verstandene neu zu positionieren. Hoffentlich gelingt es auch, irgendwann Frieden damit zu schließen und zu verzeihen.


Das Tempo in den Sitzungen bestimmen Sie. Ihre Themen werden neben der Perspektive des Einzelnen jedoch in einem breiteren Kontext betrachtet. Der Mensch lebt nicht allein: er ist, gewollt oder ungewollt Teil verschiedener Gruppen oder Systeme. Diese Systeme nehmen auf den Einzelnen Einfluss – und umgekehrt kann auch der Einzelne die Systeme, in welchen er sich bewegt, beeinflussen (lernen).

Therapeutische Einordnung:

Wichtig ist mir, als Heilpraktikerin für Psychotherapie mit meinen Klienten auf Augenhöhe zu sein.

So praktiziere ich nach einem humanistischen Weltbild, ausgehend davon, dass jeder Mensch die Fähigkeit zu kreativem Wachstum und konstruktiver Veränderung besitzt. Meine Systemische Therapie und Beratung ist gekennzeichnet durch Weltoffenheit, Empathie, aktives Zuhören, therapeutische Distanz, Wertschätzung, Einfühlungsvermögen u.v.m.


Trotz der Lösungsorientierung ist in der gemeinsamen Systemische Therapie auch so viel Platz für Vergangenes, wie Sie dem geben möchten. Ratsuchende sollen nicht von mir abhängig werden, daher biete ich Hilfe zur Selbsthilfe.


In der Systemischen Systemische Therapie / Beratung betrachten wir einerseits den Menschen als Individuum, andererseits berücksichtigt diese Methodik auch die Einflüsse und Wechselwirkungen zwischen Individuum und den Systemen, denen Individuen zugehören (wie Familie / Verwandtschaft, Freundeskreis, Arbeit / Beruf, Gesellschaft u.a.).


Kein Anliegen ist mir zu schwer oder zu komplex. Falls jedoch eine Systemische Therapie bei mir als Heilpraktikerin für Psychotherapie kontrainduziert und stattdessen eine Psychotherapie durch Psychologische Psychotherapie angeraten ist, finden wir das heraus und ich begleite Sie gerne noch, bis der Therapieplatz frei ist, sofern Sie das möchten. Gesetzliche Einschränkungen bei Systemischer Therapie durch Heilpraktiker für Psychotherapie (Kontraindikationen) sind akute Psychosen, schwere Depressive Störungen etc. Bitte informieren Sie sich näher in den FAQ unter



Wie sind die rechtlichen Ausgangslagen der Systemische Therapie durch HeilpraktikerInnen für Psychotherapie?

Regelmäßige Supervision und Weiterbildungen gewährleisten die Qualität meiner therapeutischen Arbeit.